Erscheinungstermin Palm Pre
Wie Palm diese Woche bekannt gab, wird das neue, zum Mobile World Congress 2009 in Barcelona vorgestellte, Smartphone Palm Pre mit Palm’s neuem Betriebssystem webOS als CDMA-Version in den USA voraussichtlich am Samstag, den 6.6.2009 durch den Netzbetreiber Sprint verkauft.
Preise für ein Vertragsgerät liegen bei knapp 200 US-Dollar, wohingegen ersten Gerüchten zufolge, auch vertragsfreie Geräte zu 550 US-Dollar zu haben sein werden.
Sprint’s CEO Dan Hesse verkündete unterdessen, dass der Palm Pre unmittelbar nach Verkaufsstart im Juni in den USA landesweit vergriffen sein werde. Hier ist unklar, ob damit Kunden im Voraus animiert werden sollen direkt zuzuschlagen, oder ob der Ausverkauf aufgrund von sehr knapp kalkulierten Geräten zustande kommt. Ähnliche Szenen spielten sich bei Einführung des iPhones ab, da einige Länder nur begrenzte Stückzahlen vorrätig hatten.
Der Starttermin für den europa- und deutschlandweiten Verkauf der GSM/UMTS-Version des Palm Pre wurde bisher noch nicht verkündet, wahrscheinlich ist jedoch ein Deutschland-Termin im Herbst diesen Jahres.
Der Palm Pre wird als Erfolgsgarant gehandelt, da er nicht nur moderne Leitstungsmerkmale (Multitasking, WLAN, BT, Mobilfunk, Fingerbedienung, etc.) heutiger mobiler Betriebssysteme mitbringt, sondern auch innovative Neuheiten aufweisst. So ist ein webOS-baisertes Gerät – im Gegensatz zum iPhone – nicht auf eine bestimmte Anzahl gleichzeitig ablaufender Anwendungen (Multitasking) beschränkt, sondern kann durch sog. Gesten (Fingerbewegungen) kontrolliert werden und besitzt einen dezenten Nachrichtenberereich, in welchem Kurznachrichten, wie SMS, Email, Twitter, etc. angezeigt werden können. Desweiteren bringt der Palm Pre eine nach unten ausziehbare und vollwertige QWERTZ-Tastatur mit, welche im Gegensatz zum iPhone erheblich zur schnellen und fehlerfreien Eingabe von Texten beitragen kann.
Eine weitere Besonderheit ist das kabellose Aufladen des Akkus. Durch Induktion besteht die Möglichkeit den Palm Pre rein durch Auflegen auf die Ladeschale zu laden. Dazu ist jedoch ein neuer Akkudeckel mit besser haftenem Rückteil im Zubehör erhältlich und wird derzeit mit 70 US-Dollar angegeben.
Die von Palm zeitgleich herausgegebene Entwicklingsumgebung (SDK) “Mojo” soll Programmierern leichtes Programmieren ermöglichen und damit eine schnelle Applikationsvielfalt, wie unter PalmOS, ermöglichen. Besondere Programmierkenntnisse sind nicht erfolrderlich. Applikationen lassen sich rein auf der Basis von HTML5, CSS und Java Script erstellen. Mittlerweile haben sich tausende von Programmierern bereits zu sog. Palm-EntwicklungsCamps “PalmDevCamp” angemeldet. Es ist zu erwarten, dass innerhalb 2010 die wichtigsten (Killer-) Applikationen von PalmOS5 auch unter webOS zu finden sein werden.
Des Weiteren scheint sichergestellt, dass die meisten der liebgewonnen PalmOS5-Applikationen auch unter webOS laufen werden. Palm bietet eine virtuelle Maschine an, welche in einer PalmOS5-Emulation solche Programme starten kann. So kann die Einkaufsliste “Handyshopper” oder das Passwort-Programm “Secret” vorerst auch auf dem Palm Pre genutzt werden, wobei zu erwarten ist, dass es fürher oder später auch spezielle Programmversionen für webOS geben wird.
Eine sehr umfassende Videokollektion des Palm Pre und über webOS im Allgemeinen hat der PUGcast auf seinen Seiten zusammengetragen.

