Archiv für April 2009
Samsung kündigt Android-Smartphones an
Die Zahl der Anbieter die Android -Telefone anbieten werden wächst: Diese Woche gab Samsung – vertreten durch seinen Executive Vice President of Global Product Strategy – bekannt, noch in der ersten Jahreshäfte 2009 ein Smartphopne mit dem Mobiltelefonbetriebssystem aus dem Hause Google auf den Markt bringen zu wollen.

Geplant ist keine Exklusivität wie beim HTC Magic, sondern das Samsung Telefon wird wohl gleich bei mehreren Mobilfunkprovidern in Europa angeboten werden. Damit nicht genug: Es hieß weiterhin, das man plane, noch mindestens zwei weitere Android Telefone in 2009 auf den Markt zu bringen.
Das für Juni geplante Telefon soll ein Vollbildschirm-Gerät à la iPhone werden und sich designtechnisch stark am Omnia orientieren.

PalmOS-Applikationen unter webOS
Lange wurde spekuliert, ob der Palm Pre kompatibel zu PalmOS5 sein würde. Das Gerät basiert auf Palm’s neuem mobilen Betriebssystem webOS und bisher galt, daß es nur Applikation, welche speziell fuer webOS in CSS, Java Script oder HTML geschrieben wurden, laufen lassen können würde. Diese Einstiegshürde galt unter der Mehrheit der Palm-Anhänger als kritisch, weil alle bisher gekauften Programme nicht lauffähig sein würden, und die Investion womöglich auf der neuen Platform erneut getätigt werden müßte.
Wie kürzlich bekannt wurde, wird webOS und damit der im 4. Quartal in Deutschland erscheinende der Palm Pre einen PalmOS5-Emulator unterstützen, welcher in der Lage ist, eingeschrängt PalmOS-Applikationen laufen zu lassen. Die Einschränkung bezieht sich auf homogene Applikationen, welche zwar auf PalmOS, nicht jedoch auch Conduits und/order den Hotsync-Vorgang an sich setzen. So ist es beispielsweise möglich, ein Zeiterfassungsprogramm oder Fitness- oder Medizin-Programm (auch mit auf Speicherkarte abgelegten Datenbanken) zu installieren, nicht jedoch eine Aufgabenliste, welche den Abgleich mit dem PC mittels Hotsync benötigt. Dieses kann zwar immer noch als reine PalmOS5-Applikation unter webOS benutzt werden, nicht jedoch zum Datenabgleich. Hierdurch soll die Brücke zu den tausendfach (geschätzte 30.000 PalmOS-Programme) im Internet bereitgestellten und liebgewonnen PalmOS-Applikationen geschaffen werden, um eine leichte Übergangsphase von PalmOS zu webOS zu ermöglichen.
Langfristig werden alle großen Software-Firmen ihre Applikationen speziell an die Bedürfnisse von webOS anpassen, um den vollen Funktionsumfang zu erfassen, und alle Möglichkeiten des mobilen Betriebssystems webOS abzubilden. Der grundlegende Unterschied zwischen PalmOS zu webOS besteht darin, dass die Synchronisation unter PalmOS mit dem PC unter webOS jedoch mit dem Internet, der sog. Cloud (deu.: Datenwolke), geschieht. Während PalmOS z.B. Adressbestände noch mit dem PalmDesktop als Datenzentrale abgleicht, synchronisiert webOS mit Online-Datendiensten, wie beispielsweise Facebook, Google, etc.
Da die PalmOS-Applikationen nicht per Hotsync übertragen werden können, geschieht die Installation alternativ über eine virtuelle Karteninstallation. Im Falle des Palm Pre wird hier das interne 8 GB-Laufwerk als virtuelle Speicherkarte genutzt und die Daten darauf mittels USB-Wechseldatenträeger unter Windows, MacOS und Linux gebracht. Inwiefern eine solche Methode bei zwingend Hotsync-abhängigen Applikationen – wie beipsielsweise der Installation einer JVM unter PalmOS – fruchtet, ist derzeit unklar. Hier müssen evtl. alte PalmOS-Tools ihren Dienst verrichten, welche einen Hotsync simulieren, um die Installation zu vervollständigen.
Hersteller der PalmOS-Emulation namens “Classic” ist nicht etwa Palm selbst sondern die bekannte Software-Schmiede MotionApps, welche mit PalmOS-Applikationen, wie mRing, mOcean, mDesktop, mVoice, mRSS, etc., eine bekannte Größe qualitativ hochwertiger SW-Titel in der PalmOS-Welt darstellt. MotionApps hat hier eine Zwischenschicht zur bereits existierenden Access-PalmOS-Emulation (Access Garnet VM) bereitgestellt, so dass hier das Rad nicht neu erfunden werden mußte. Diese hat bereits auf dem Internettablet Nokia N810 eindruckvoll beweisen können, wie eine PalmOS-Emulation unter Linux funktioniert. Für webOS Classic sowie Access Garnet VM gelten die gleichen Limitierungen, dass kein Hotsync möglich ist, Installationen von internen Speicherkarten realisiert werden müssen, etc.
Mit der Möglichkeit, die derzeitge Applikationsvielfalt von PalmOS5 auch unter webOS weiterzuführen, hat MotionApps Wechselunsicheren eine grosse Entscheidungshilfe gegeben. Über drei viertel aller Applikationen werden auch zukuenftig unter webOS laufen und damit hat Palm mit seinem Software-Partner einen Schritt in die richtige Richtung getan.
Details sind in diesem Kurzfilm zu sehen.

Skype vs. T-Mobile geht in die zweite Runde
Skype bezweifelt, so ein Blogeintrag, die von T-Mobile angeführten technischen Gründe für die Blockierung von Skype auf dem iPhone. Nach Skypes Beobachtung gibt es “keine technische Begründung für diese willkürliche Sperrung von Skype”. Bei einer Vielzahl anderer Netzbetreiber auf der Welt gäbe es bei Skype-Nutzung auf dem iPhone keine Probleme. Skype kritisierte an dem Vorgehen von T-Mobile vor allem, dass damit das Geschäftsmodell des Anbieters zerstört würde, weil der Netzbetreiber den dafür notwendigen Zugang ins Internet blockiere. Des Weiteren bemängelt Skype, dass T-Mobile damit direkt gegen die Wünsche der Kunden vorgehe. Skype ist derzeit eines der häufigsten installierten Applikationen in Apples App Store. Skype bedauerte, dass Regulierungsbehörden weder in Deutschland noch in der Europäischen Union gegen diese “offensichtlich unfairen Praktiken” vorgehen und diese verbieten könnten. Schließlich zahlt der Kunde T-Mobile dafür, dass dieser einen uneingeschränkten Zugang ins Internet anbiete. Die größte Angst bei Skype ist nun, dass auch andere Internetdienste wie Twitter oder Facebook von T-Mobile verboten werden und dementsprechend nicht mehr auf Smartphones genutzt werden dürfen.
